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Wie es zur Promenadenschenkung kam

Wer auf der Margarethenhöhe lebt, kann sich glücklich schätzen. Umgeben von drei Tälern herrschen perfekte Bedingungen für die Naherholung im Grünen. 1907 erwarb Margarethe Krupp das Mühlbach- und Nachtigallental sowie die Sommerburg und schenkte diese der Stadt Essen. Verbunden mit der Auflage, den Waldpark nicht zu bebauen und als Naherholungsgebiet für die Bewohner zu pflegen. Über die Geschichte der sogenannten „Promenadenschenkung“ hat nun Jürgen Malone von der Bürgerschaft Margarethenhöhe ein Buch herausgebracht.

500.000 Mark aus dem Privatvermögen

1904 erwarb Margarethe Krupp zeitgleich mit dem Kauf des Stiftungsgrundstücks für die Gartenstadt auch die umliegenden Wälder. Circa 500.000 Mark spendierte sie aus ihrem Privatvermögen und zusätzliche 100.000 Mark für die Aufforstung des 50 Hektar großen Geländes. Denn die neue Siedlung sollte in eine grüne, gesunde Umgebung eingebettet sein.

So konnte der Erbauer der Höhe, Georg Metzendorf, die ebenfalls 50 Hektar große Siedlungsfläche und deren grüne Umgebung schon während der Planung als Einheit behandeln. „Ein für damalige Zeiten völlig neues städtebauliches Konzept. Damit wurde der Waldpark mit seinen drei Tälern zum festen Bestandteil der Margarethenhöhe“, erklärt Jürgen Malone. Genau darauf weist er in seinem Buch hin. „Über die Jahrzehnte scheint es in Vergessenheit geraten zu sein, dass die Waldgebiete zur Margarethenhöhe dazugehören und quasi künstlich angelegt wurden.“

Das Buch ist aktuell vergriffen, im Januar soll es eine neue Auflage geben. Mehr Infos erteilt Jürgen Malone per E-Mail unter promenadenschenkung@online.de erhältlich.

Bild: Autor Jürgen Malone, Grafiker Manfred Raub und Christian Henkes (v.l.) präsentierten das neue Buch „Margarethenhöhe – Stiftung und Promenadenschenkung“.

Fotos: Henning Hagemann